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Vollständige Liste der Ansprechpartner der DLRG Burg e.V. findest du hier .
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Die biologische Wasserortung ist die Suche nach Ertrunkenen auf verschiedensten Gewässern mit Hilfe von dafür speziell ausgebildeten Wasserortungshunden. Die Wasserortungshunde sollten im Idealfall in einem Radius von maximal 20 Metern eine eindeutige, klar ersichtliche und zuverlässige Anzeige gegenüber dem Rettungshundeführer zeigen. Die Suche erfolgt auf unterschiedlichsten Booten und Gewässern, wobei der Hund mit dem Hundeführer auf dem Boot fährt und so das Gewässer systematisch absucht. Je nach Einsatzlage und Gewässer sind verschiedene Suchtaktiken möglich. Es gibt Hunde, die auch bei rauem Seegang zuverlässig suchen. Wurde der Hunde entsprechend ausgebildet, ist es möglich bei Geschwindigkeiten von bis zu 10 Knoten eine größere Wasserfläche in kürzester Zeit abzusuchen. Erfolgt eine Anzeige, kann der Rettungshundeführer mit Hilfe von GPS-Geräten den Fundort markieren. Im Anschluss kommen Taucher zum Einsatz, um eine Bergung vorzunehmen. Ziel ist es, möglichst nahe den Ertrunkenen lokalisieren zu können, um die Ressourcen der Taucher zu sparen.
Verschiedenste Rettungshundestaffeln bilden Wasserortungshunde aus, wobei sich die Anforderungen an die Hunde und deren Hundeführer erheblich voneinander unterscheiden. Es gibt Rettungshundestaffeln die Wasserortungshunde einsetzen, ohne dass diese eine Prüfung abgelegt haben. Dann gibt es verschiedenste Rettungshundestaffeln, die vor dem Einsatz in der Wasserortung, eine Prüfung mit dem Hund erfolgreich absolviert haben müssen. Je nach Hilfsorganisation, variieren die Prüfungen und die Anforderungen voneinander. Eine einheitliche Prüfung oder Sichtung gibt es in Deutschland nicht.
Gut ausgebildete und erfahrene Wasserortungshunde können problemlos einen Ertrunkenen in einer Wassertiefe von 50 Meter und einem Radius von unter 20 Meter lokalisieren. Entscheidend hierfür ist ein regelmäßiges Training auf dem Wasser und eine saubere und gut erarbeitet Anzeige des Hundes. Die Herausforderung in der Wasserortung liegt darin, dass der Hundeführer erkennen muss, wann eine deutliche und klare Anzeige in der Geruchsquelle vom Hund erfolgt. Die Schwierigkeit besteht darin, dass die Wellen und die Wassermoleküle auch wenige Geruchspartikel über die Wasseroberfläche tragen. Das ändert aber nichts daran, dass der stärkste Geruch immer senkrecht aufsteigt und dadurch die Geruchsquelle den sogenannten Peak bildet. Die Besonderheit und der Schwerpunkt in der Ausbildung liegt also darin, dem Hund zu erklären, dass er nicht bei den kleinsten Geruchsfetzen eine Anzeige macht, sondern auf dem Gewässer herausfiltert und erkennt, wo sich der Peak befindet.
Der Hund und auch sein Hundeführer sollten seetauglich sein und eine gute Mobilität mitbringen. Auf den Booten sollte der Hund sich gut ausbalancieren können und eine stabile und gute Trittsicherheit mitbringen. Da der Einsatz auf unterschiedlichen Booten und Gewässern stattfindet, braucht es einen ausgeglichenen und ruhigen Hund mit hoher Suchmotivation, der sich souverän und sicher auf dem Boot bewegt und konzentriert arbeitet. Die Einsätze finden teilweise auf Booten mit engem Raum statt. Daher sollte der Hund ein freundliches und zutrauliches Wesen mitbringen. Laute Motorengeräusche und starke Wellenbewegung sollten den Hund nichts ausmachen. Ein gutes Grundgehorsam erleichtert die Arbeit, da es auf dem Boot zu Situationen kommen kann, wo der Hund gesichert werden muss. Ein Hund der ansprechbar bleibt und auf dem Boot sicher in seiner Umwelt ist, der bleibt im Einsatz und in der Arbeit zuverlässig. Weder die Bootsbesatzung noch die Einsatzkräfte dürfen durch einen Hund an Bord gefährdet oder beschädigt werden. Es braucht einen wetterfesten und wesensfesten Hund, der keine Tendenzen zeigt, vom Boot springen zu wollen. Der Hund sollte Ausdauer und Beharrlichkeit mitbringen, da einige Anfahrtswege mit dem Boot auch schon mal einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen können. Ein spezieller Bootstyp oder eine extra Plattform für den Hund braucht es nicht. Sind die Hunde an viele verschiedenen Bootstypen gewöhnt und gearbeitet wurden, dann können sie auf unterschiedlichsten Booten zum Einsatz kommen. Hunde können problemlos in 50 Meter Wassertiefe den Ertrunkenen lokalisieren. Man darf davon ausgehen, dass Wassertiefen von 100 Meter keine Hürde darstellen, da Wasser Geruch transportiert.
Die Ausbildung dauert zwischen eineinhalb und drei Jahren. In den ersten 2 Jahren sollte das Training zweimal in der Woche stattfinden. Die Konditionierung der präzisen Anzeige im Peak braucht viele Wiederholungen und ist zeitaufwendig.
Um den Unterschied bei seinem Hund zu erkennen zwischen einer Anzeige von ein wenig Geruch und der Anzeige im Peak braucht es Erfahrung. Die Ausbildung beginnt mit der Geruchskonditionierung an Land und parallel der Bootsgewöhnung.
Für die Geruchskonditionierung braucht es Geruchsträger in verschiedenster Form. Das liegt daran, sobald jemand verstirbt, verschiedenste Zersetzungsprozesse beginnen. Die Zersetzungsprozesse führen zu verschiedenen Geruchsbildungen. Wie schnell und in welcher Form die Zersetzung beginnt, ist von der Umgebungstemperatur und den Umweltfaktoren abhängig. Bei optimalen Bedingungen kommt es beim Ertrunkenen zu sogenannten „Verseifungen“, die dazu führen, dass der Leichnam konserviert wird. Das Entstehen von Fäulnisgasen und der Auftrieb des Leichnams wird dadurch verhindert.
Wurde der Hund auf die menschlichen Gerüche konditioniert, beginnt der aufwendige Teil der Ausbildung mit dem Aufbau der Anzeigeart. Die Anzeigeart sollte so gezeigt werden, dass der Hund in einem ruhigen Verhalten die Geruchsquelle verdeutlicht. Anzeigearten vom Hund können sein, Bellen, Ablage in den Platz, Pfote auflegen, vor den Hundeführer setzen und auch die Berührung des Hundeführers durch den Hund. Während der Ausbildung ist darauf zu achten, dass der Hund bei Erreichen des Peaks nicht zu aufgeregt wird und die Anzeige dadurch zu dynamisch oder zu aufdringlich.
Erschwerend kommen bei der Ausbildung und der Bootsgewöhnung entsprechende Faktoren hinzu wie Wellengang, Motorengeräusche, Ablenkung durch Wasservögel oder Schiffsverkehr, ungünstige Wetterbedingungen und auch gesundheitsgefährdende Wasserqualität.
Die Ausbildung auf dem Wasser wird im Regelfall kombiniert mit der Ausbildung am Uferrand, damit der Hund auch bei einer Uferrandsuche eingesetzt werden kann. Eine Ausbildung, bei der der Hund schwimmend in die Suche geschickt wird, sollte vermieden werden. Die Nasenarbeit für den Hund verlangt viel Ausdauer und Kondition. Müsste der Hund dafür noch schwimmen, würde man unnötig viel Energie des Hundes verbrauchen. Hinzu kommt, dass der Hund beim Schwimmen immer etwas Wasser mit verschluckt. Die Gefahr von Vergiftungen und gesundheitlichen Schäden wie eine Wasserrute oder Durchfallerkrankungen wäre enorm groß.
Ausgebildet werden die Hundeführer zusätzlich in Sprechfunk, GPS-Technik, Gewässerkunde sowie Einsatztaktik, Kynologie Hund und Erste Hilfe am Hund.

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